Diagnose Fibromyalgie - und nun?

 

Nun hast du es also schwarz auf weiß. Lange hast du vielleicht gehofft deine Ängste würden sich nicht bestätigen. Doch jetzt haben deine Beschwerden einen Namen. Fibromyalgie bzw. Fibromyalgiesyndrom oder auch kurz FMS. Vielleicht bist du erleichtert dass es zumindest eine Bezeichnung dafür gibt wie du dich fühlst. Oder aber ein innerer Kampf beginnt weil du dich mit Händen und Füßen wehrst dies anzunehmen. Wenigstens eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt willst du dir einholen. Denken und Fühlen gerät in ein Ungleichgewicht. Dir schwirrt der Kopf und du weißt nicht mehr wem du trauen kannst. Am Ende ist alles nur ein böser Traum? Ich würde dich ja gerne beruhigen, aber in den meisten Fällen ist es das nicht. 

Das Leben muss aber trotzdem irgendwie und irgendwann weitergehen. Nur wie und wann?

Möglicherweise zwingt dich ohnehin deine familiäre Situation weiterhin zu funktionieren. Doch das sollte so nicht sein.

Sprich über die Gedanken und Dinge, die dich belasten. Entweder mit deinem Partner, deiner besten Freundin oder sonst jemanden dem du vertraust. Du kannst auch einen Psychologen aufsuchen um den Knoten in deinem Kopf zu lösen.

Das tragische daran ist ja, dass sich wir Frauen oft schämen Hilfe von außen anzunehmen. Wir hatten doch bisher alles im Griff. Haushalt, Job, Familie, lief alles prima. Nur keine Schwäche zeigen. Wie oft hast du dir selber eingeredet dass du stark sein musst, dass dich deine Familie, deine Kinder, dein Chef, deine Kollegen brauchen?

Warum also sollte das nicht weiterhin so funktionieren? Ganz einfach: Weil du über kurz oder lang nicht mehr die Kraft haben wirst alles alleine zu stemmen. Tust du es dennoch ohne auf dich und deinen Körper zu hören wäre das Resultat im schlimmsten Fall ein Burnout. Damit gerätst du nach und nach kontinuierlich in eine Abwärtsspirale.

Warum ich das weiß? Weil es mir genau so ergangen ist.

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